Inklusionspreis NRW 2016 SeHT-Projekt JIPA

SeHT NRW gratuliert SeHT Münster

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SeHT Münster gewinnt mit dem Projekt „JIPA“ – Jugendliche integrativ politisch aktiv
SeHT erhält bei der Verleihung des Inklusionspreises 2016 den Hauptpreis

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Die Vorsitzende von SeHT NRW gratuliert vor Ort in Düsseldorf 

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Fr., 01.07.2016

Münsterisches Inklusionsprojekt landesweit spitze
Minister verleiht Inklusionspreis NRW an Jipa-Projekt des Vereins „SeHT“Muensterisches-Inklusionsprojekt-landesweit-spitze-Minister-verleiht-Inklusionspreis-NRW-an-Jipa-Projekt-des-Vereins-SeHT_image_630_420f_wn

Sozialminister Rainer Schmeltzer (l.) überreichte den Inklusionspreis NRW an (v.l.) Lisa Leifheit (SeHT), die Jugendlichen der Jipa-AG Leona Rosendahl, Simon Flake, Emma O´Neill und Nelia Häuser (r.) sowie Projektkoordinatorin Frederike Burhorst (2.v.r.). Foto: Joe Kramer

Münster –
Die höchste Auszeichnung bei der Verleihung des Inklusionspreises NRW geht nach Münster. Ein Projekt des Vereins „SeHT“ überzeugte durch Barrierechecks in Schulen und politische Bildung.

Von Karin Höller

Gegen 15 Uhr wechselt die nervöse Anspannung während der Preisverleihungsfeier in Düsseldorf in Jubelstimmung: strahlende Gesichter bei der sechsköpfigen Delegation des Vereins „SeHT Münster“. Für ihr Projekt „Jugendliche inklusiv politisch aktiv“ (Jipa) verleiht ihnen Sozialminister Rainer Schmeltzer den Inklusionspreis NRW, der am höchsten dotierte von drei Hauptpreisen. „Wir sind überwältigt“, sagt Projektkoordinatorin Frederike Burhorst. „Wir sind stolz auf die tolle Arbeit der Jugendlichen und darauf, dass unsere Arbeit Kreise zieht.“

Bei der gesellschaftlichen Inklusion von Menschen mit Behinderungen müsse der Grundsatz „Geht nicht, gibt’s nicht“ gelten, betonte Minister Schmeltzer bei der Preisverleihung. „Die prämiierten Projekte zeigen, dass Inklusion überall möglich sein kann.“ Mit insgesamt 24 000 Euro wurden Projekte aus acht Städten ausgezeichnet. Mit dem Inklusionspreis „zeigen wir nicht nur, wie Inklusion gelingen kann“, so Schmeltzer, „sondern wollen auch zur Nachahmung anregen“ und Barrieren in den Köpfen abbauen.

Genau dies gelinge beim mit 5000 Euro dotierten Jipa-Projekt des Vereins SeHT (Selbstständigkeitshilfe bei Teilleistungsschwächen). Jugendliche mit und ohne Behinderungen setzen sich dort in und außerhalb der Schule für Barrierefreiheit in öffentlichen Gebäuden, im Nahverkehr, aber auch in der Politik ein.

Viele Schulen in Münster profitieren bereits von den Barrierechecks, die seit 2013 in Kooperation mit dem Jugendrat durchgeführt werden. Mit Rollstühlen, Schlafbrillen und Blindenstöcken „haben wir schon viele Schüler an den Schulen dafür sensibilisieren können, wie Menschen mit Einschränkungen leben“, berichtet Burhorst. „Und wir bekommen viel positives Feedback.“

Am Geschwister-Scholl-Gymnasium sei beispielsweise geplant, solche Barrierechecks künftig für alle fünften Klassen zu etablieren.

Zudem haben sich die Aktiven im Jipa-Projekt die Vermittlung von Politik für Menschen mit Einschränkungen auf die Fahnen geschrieben. Dazu wurden Videoclips gedreht, die politische Begriffe und Einrichtungen in einfacher Sprache erklären. Diese Videos sollen bei Politik-Workshops in Förderschulen gezeigt werden. Denn bei politischen Fragen sollen auch Menschen mit Einschränkungen mitreden können.